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Laufschuh - Ratgeber

 

Der Laufschuh


Der Laufschuh ist die direkte Verbindung zwischen dem Körper und dem Untergrund, er soll Hunderte von Kilometern den Fuß schützen, stützen und dämpfen. Dennoch ist die Unsicherheit über die richtige Auswahl groß, häufig werden aus Unwissenheit oder falscher Sparsamkeit Fehler begangen, die am Ende teuer zu stehen kommen und oft Verletzungen nach sich ziehen. Um diesem Übel entgegen zu wirken einige grundlegende Tipps. Vor jedem Laufschuhkauf müssen Fragen wie z.B.: Fußtyp, Beinstellung, Körpergewicht, Laufuntergrund, Wochenkilometer bzw. Hüftstellung abgeklärt werden. Weiters ist es enorm hilfreich wenn man mittels Video-Laufbandanalyse seinen eigenen Laufstil genau unter die Lupe nehmen kann. Also so einfach ist es gar nicht, den für sich idealen Laufschuh zu finden. Daher empfehle ich Ihnen sich in ein Fachgeschäft ( run fit fun ) mit guter Beratung und großer Auswahl zu begeben. Wussten Sie aus wie vielen Teilen ein Laufschuh besteht? Je mehr Teile zu einem Produkt zusammengefügt werden, umso aufwendiger und teurer ist die Herstellung. Ein Qualitätsschuh besteht aus ca. 30 bis 38 Teilen die ausgestanzt, geschäumt und vernäht werden. Schuhe der unteren Preiskategorie kommen oft schon mit 16 bis 20 Teilen aus, der geringere Wert der Rohmaterialien lässt die Gesamtkosten weiter sinken.



Der Schuhaufbau


Laufschuhe werden über einen Leisten gefertigt. Der Leisten ist der Form eines menschlichen Fußes nachempfunden. Daher ist das Ausmaß und die Form entscheidend für die Passform. Für Japaner benötigt man andere Leisten als für Amerikaner, der romanische Fuß ( Frankreich, Italien ) ist beispielsweise stabiler, höher und an der Ferse breiter als der germanische Fuß. Damenleisten sind schmaler als Herrenleisten geschnitten. Heute ist der leicht gebogene Leisten die am meisten verbreitete Form, aber auch gerade Leisten besitzen eine Biegung von ca. 6°. Gerade Leisten sind bei Spreiz- und Senkfußläufern sehr beliebt. Sie geben auch für Läufer mit Pronation die notwendige Fußunterstützung. Gebogene Leistenformen kommen Läufern mit hohen Füßen oder Subinationsstellung sehr entgegen. Der Schaft, das Obermaterial eines Laufschuhs, umhüllt, schützt und führt den Fuß bei seiner Abrollbewegung. Der Fuß sollte klimatisiert werden, also muss Luft im Zehenbereich eindringen und Schweiß austreten können. Über die Großzehe sollte eine Verstärkung angebracht sein, die das Durchscheuern der Textildecke verhindern soll. Im Bereich des Mittelfußes und der Ferse ist es wichtig, dass der Schuh perfekt sitzt, da hier große Kräfte übertragen werden. Das Thema Sicherheit sollte auch beim Laufschuh große Beachtung finden ( z.B.: Reflektoren am Vorfuß und der Ferse ).



Der serienmäßige Laufschuh


Der Laufschuh soll während der Landephase die Stoßwirkung des Körpers auf den Boden dämpfen, in der Standphase dem Fuß einen ausreichenden Halt geben, ihn also stützen, in der Abroll- und Abstoßphase den Fuß führen und den Vortrieb des Körpers steuern. Aus diesem Grund möchte ich auf die Dämpfung , die eine wesentliche Rolle auf die Landephase einnimmt, eingehen. Mit zunehmender Laufgeschwindigkeit steigt auch die Kraft, mit der sein Körper über den Fuß auf den Boden prallt ( bis zum 5fachen des Körpergewichtes ). Diese Stoßwirkung auf den Boden soll die Dämpfung abmildern. Diese Aufgabe soll die Zwischensohle ( od. auch Mittelsohle genannt ) übernehmen. Die Struktur des Dämpfungsmateriales ähnelt der eines Schwammes mit vielen kleinen Hohlkörpern, gefüllt mit Luft oder Gas. Das Abstützen unseres Fußes, vor allem in der Standphase, übernehmen Fersenkappe und Zwischensohle. Um den Schuh mehr Stabilität zu verleihen, muss der Hersteller in die Zwischen sohle harte Teile einsetzen so dass die zur Pronation neigenden Füße ( Knick-, Senk- und Spreizfuß ) ihre notwendige Abstützung erhalten. Man schätzt, dass etwa 70-75% der Bevölkerung an Füßen mit Achsenfehlstellungen leiden. Daher muss bei der Schuhauswahl dies durch geschultes Fachpersonal berücksichtigt werden. Laufschuhe werden über einen so genannten Schuhleisten gefertigt, welcher die Passform bestimmt. Gerade Leisten sind bei Spreiz- und Senkfußläufern sehr beliebt. Sie geben Läufern mit Pronation die nötige Stütze. Gebogene Leisten kommen Läufern mit hohen Füßen oder einer Supinationsstellung entgegen. 


Daher wichtige Tipps die beim Kauf entscheidend sind:

  • Fußtyp

  • Laufstil

  • Körpergewicht

  • Laufuntergrund

  • Schuhgröße und

  • einen Spezialisten in Sachen Laufschuhe " run fit fun Helmut BRETTL "



Pflege von Laufschuhen


Nach jedem Training oder Wettkampf sollten die Laufschuhe Gelegenheit haben sich zu erholen bzw. auszulüften. Deshalb sollte der Laufschuh an einem trockenen und im Winter warmen Ort aufbewahrt werden.
ACHTUNG!!! Direkter Kontakt mit Heizung oder Ofen würden den Laufschuh austrocknen und spröde machen. Genauso gilt auch, dass die Schuhe im Sommer nicht direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, da sich Klebstoffe lösen können.
 
Wenn bei einem Lauf durch Regen und Schnee der Schuh auch von innen nass geworden ist, sollte zunächst die Einlegesohle aus dem Schuh entfernt werden.
Danach sollte der Schuh mit Papier ausgestopft werden, um so die Hauptmenge an Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Nach Entfernen des Papiers werden die Schuhe bei Zimmertemperatur an der Luft getrocknet.
ACHTUNG!!! Bleibt über längere Zeit Feuchtigkeit auf und unterhalb der Einlegesohle zurück, entwickeln sich Pilze, die für üblen Geruch oder Pilzerkrankungen an Füßen sorgen können.
 
Sind die Laufschuhe stark verdreckt, so ist eine umfassende Pflege notwendig. Der Schuh kann mit nassen Schwamm abgerieben werden.


ACHTUNG!!! Bei Einsatz von Waschmitteln zur Reinigung ist allerdings Vorsicht geboten. Alle normalen Waschmitteln sind für den Reinigungszweck zu scharf, selbst Feinwaschmittel.
Sie greifen Zwischensohle ( Herzstück des Schuhs ) an und trocknen sie aus, was dann zur Sprödigkeit führt. Eine Pflege in der Waschmaschine darf natürlich nicht bei Temperaturen von mehr als 30° vorgenommen werden. Berücksichtigen muss man, dass so eine Trocknung je nach dem Wetter bis zu drei Tage dauern kann, denn die Materialien halten die Feuchtigkeit lange im Laufschuh.
 

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Stand: 05. Mai 2005 

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